1932 – 1974

Schon im Jahre 1932 wurde in St. Martin i.S. erstmals Theater gespielt. Aufgeführt wurde das Volksstück „s’Nullerl“ von Carl Morre.

Im Jahre 1934 folgte dann „Bruder Martin„. Regie bei beiden Stücken führte der damalige Schuhmachermeister, Kapellmeister und Organist Ferdinand Steinbauer.

Gespielt wurde im Gasthaus Schimpl, dem heutigen Gasthaus Krenn (Karpfenwirt).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde erstmals wieder im Jahre 1950 Theater gespielt. Aufgeführt wurde das Singspiel „Im Weißen Rössl“ von Ralf Benatzky. Regie führte dabei die Volksschullehrerin Frau Smolle.

1951 folgte dann „Der böse Geist Lumpazivagabundus
1952 „Vater Berner
1953 „Der Heiratstee vom Höllerhansl“ und
1954 „Die Welt geht unter

Regie bei diesen Stücken führte der Ortspfarrer von St. Martin i.S. – Josef Weiß.

1955 „Die Junggesellensteuer„, Regie Ferdinand Steinbauer.

Aufgeführt wurden die Stücke im Gasthaus Ossenag. Das Gebäude befindet sich heute im Eigentum der Gemeinde und beherbergt ein Lokal, zwei Ärzte und Altenwohnungen.

Von 1955 bis 1974 wurde in St. Martin i.S. nicht Theater gespielt. 1974 gründete Ing. Helmut Huber die Volkstanzgruppe St. Martin i.S. und damit begann auch wieder das Theaterleben in unserer Gemeinde.

ab 1974

Schon bei der Gründung der Volkstanzgruppe im Jahre 1974 war neben den vielen anderen geplanten Aktivitäten das Theaterspielen als ein ganz wesentlicher Teil der kulturellen Tätigkeiten vorgesehen.

Man begann daher bereits im Sommer des nächsten Jahres mit den Proben zum Volksstück „Die Widerspenstigen„, wobei Alois Herzog schließlich die Spielleitung übernahm.

Es folgten:

1976 Das Verlegenheitskind
1977 Manövergschichten
1978 Bruder Martin
1979 s’Nullerl
1980 Was bleibt ist nur die Hoffnung
1981 Die zwei Unschuldigen
1982 Die lustige Wallfahrt
1984 Wenn der Hahn kräht
1986 Viel Ärger für den Bürgermeister
1987 Sport ist Trumpf

Bis zum Jahre 1981 führte Alois Herzog Regie, ab 1982 Josef Steiner. Gespielt wurde bis 1984 im alten Kultursaal, 1986 und 1987 im Gasthaus Krenn (Karpfenwirt) in St. Martin i.S. 1994 übernahm wieder Alois Herzog die Spielleitung. Man entfernte sich vom Genre der Volksstücke und begann mit der Inszenierung von erfolgreichen Boulevardkomödien. Die Gruppe erhielt auch einen neuen Namen: VTG-Bühne St. Martin i.S.

1994 Die heile Welt des Herrn Bamberger
1995 Hier sind Sie richtig (Marc Camoletti)
1996 Der böse Geist Lumpazivagabundus (J. Nestroy)
1997 Die Spanische FLiege (Arnold/Bach)
1998 Othello darf nicht platzen (Ken Ludwig)
1999 Pension Schöller (Laufs/Jakobi)
2000 Außer Kontrolle (Ray Cooney)
2001 Der Zerrissene (Johann Nestroy)
2002 Mit besten Empfehlungen (Hans Schubert)
2003 Die Perle Anna (Marc Camoletti)
2004 Der Talisman (Johann Nestroy)
2005 wurde nicht gespielt
2006 Und alles auf Krankenschein (Ray Cooney)
2007 s’Nullerl (Carl Morre)
2008 In geheimer Mission (Michael Parker)
2009 Endlich reich (Ray Cooney)
2010 Pension Schöller (Laufs/Jacobi)
2011 Die Kaktusblüte
2012 Lügen haben junge Beine (Ray Cooney)
2013 Der böse Geist Lumpazivagabundus (Johann Nestroy)
2014 Das perfekte Desaster-Dinner (Marc Camoletti – Bearbeitung Michael Niavarani)
2015 Die Mausefalle (Agatha Christie)
2016 Der Watzmann ruft (Ambros, Prokopetz)
2017 Floh im Ohr (Georges Feydeau)
2018 Schöne Bescherung (Anthony Neilson)

Im Jahr 1994 wurde wegen Umbaus des Kultursaales im Gasthaus Lukas-Haydn gespielt. Seit 1995 steht der Gruppe mit dem Kultursaal eine sehr zweckmäßige Spielstätte zur Verfügung.

Der Reinerlös der Produktionen kommt der gesamten Volkstanzgruppe zugute und wird teilweise karitativen Organisationen zugeführt.

Darsteller

Bei den Produktionen von 1976 bis 1987 wurden die Darsteller bis auf ganz wenige Ausnahmen aus Mitgliedern der Volkstanzgruppe St. Martin i.S. ausgewählt.

Es spielten mit:
Alois Herzog, Sophie Strohmeier, Franz Stieglbauer, Franz Fröhlich, Willi Schönegger, Vroni Rollett, Seppi Steiner, Fredi Lukas, Trude Steiner, Angelika Nehutny, Reinhard Riedmüller, Franziska Krenn, Reinhard Lukas, Franz Fenninger, Hansi Zanner, Adolf Körbler, Alfred Neubauer, Hannes Waltl, Elfie Herzog, Barbara Lipp, Helmut Huber, Gerda Strohmeier, Maria Huber, Barbara Waltl, Toni Lafer, Grete Waltl, Heidi Neumann, Hannerl Silly, Mandl Franz, Gerti Stopper, Erwin Stelzl, Gitti Stoißer, Sepp Loibner, Helmut Steinbauer

1994 – Die heile Welt des Herrn Bamberger
Erstmals dabei Michaela und Dr. Herbert Loibner, Susanne Herzog, Gerhard Strametz und Christian Frießnegg. Weiters auch Daniela Kiefer, heute Schauspielerin an großen Theatern in Deutschland und Wien. Die Maske lag erstmals in den Händen von Gitti Waltl, die dabei von Ingrid Strametz unterstützt wurde.

1995 – Hier sind Sie richtig
1995 übernahmen Gitti Stelzl und Gudrun Kieslinger größere Rollen.

1996 – Der böse Geist Lumpazivagabundus
1996 war Dipl.-Ing. Siegi Stranimaier als Obmann des Gesangsvereins St. Martin erstmals im Ensemble der VTG Bühne. Weiters dabei waren Andrea Fürnschuss, Hans Loibner und als Gastspieler Ferdinand und Ridi Steinbauer. Am Klavier begleitete Christian Friessnegg.

1997 – Die Spanische Fliege
1997 unterstützen Ingrid Edegger und Daniela Kleindienst als Gastspieler die Bühne.

1998 – Othello darf nicht platzen
Claudia Dorfer feierte als Maria einen fulminanten Einstand. Ihr späterer Gatte Hannes Hengsberger fungierte erstmals als Techniker.

1999 – Pension Schöller
Hannes Hengsberger ist zum Darsteller aufgestiegen. Hervorragend fügte sich auch Dipl.-Ing. Dr. Burghard Zeiler als der betrunkene Robert in das Bühnenensemble.

2000 – Außer Kontrolle
Das mittlerweile bewährte Team mit Alois Herzog als Regisseur und Darsteller Sepp Loibner als der Publikumsliebling, Seppi Steiner, Herbert und Michaela Loibner, Siegi Stranimaier, Heidi Sinnitsch und Hannes Hengsberger als Leiche übertraf erstmals die 3000-Besucher-Marke.

2001 – Der Zerrissene
Sepp Lorenz aus Deutschlandsberg feierte als Diener Anton seinen Einstand.

2002 – Mit besten Empfehlungen
Heidis Hündchen „Benno“, ein Cocker Spaniel, wird zum Publikumsliebling und sorgt für Lachstürme.

2003 – Die Perle Anna
Sepp Loibner nahm sich eine vorübergehende Auszeit (Kinderpause). Andrea Oprießnig brillierte als Perle Anna. Als Gastspieler übernahmen Doris Perscha aus Lannach (Sprachheillehrerin und gelernte Schauspielerin) und Eva Stoisser aus Gleinstätten die Hauptrollen.

2004 – Der Talismann
In der Hauptrolle des Titus feierte Hans Holzmann, Chef der bekannten Gesangsgruppe „Die Flors“, ausgebildeter Opernsänger und Lehrer aus Eibiswald, seinen Einstand in der VTG-Bühne. Erstmals waren auch dabei: Katrin Hofer, Phillip Kapun, Josef Kiefer, Bettina Heinz, Alexia Aldrian und Susanne STranimaier. Das Instrumentalensemble von Mag. Ernst Friessnegg sorgte auf sehr professionelle Weise für die musikalische Begleitung der Produktion. Ingrid Lampl unterstützte Gitti Waltl bei der Maske.

2006 – Und alles auf Krankenschein
Nach seiner zweijährigen Kinderpause übernahm Sepp Loibner wieder eine der – natürlich komischen – Hauptrollen. Nach 25 Jahren wieder mit dabei war Franz Fenninger, der mittlerweile zum Stammensemble des „Kürbis“ in Wies zählt. Auch Barbara Summer hatte mehr als 20 Jahre nicht mehr gespielt. Als die schroffe Oberschwester spielte sie sich aber sofort wieder in die Herzen der Zuseher. Christian Frießnegg, bisher weitestgehend am Klavier im Einsatz, übernahm die Rolle des ulkigen Mr. Lesely und sorgte dabei für Lachstürme. Und erstmals in einer größeren Rolle sah man Susanne Stranimaier. Als die aufmüpfige „Leslie“ erntete sie beste Kritiken.

2007 – s’Nullerl
Obwohl die VTG-Bühne seit ihrem Neustart 1994 nur mehr Boulevardkomödien inszeniert hatte, kam es nach 27 Jahren mit dem Volksstückklassiker „’s Nullerl“ zur ersten Neaufnahme der Gruppe. Kein Wunder, wenn man einen Sepp Loibner als „Anerl“, eine Susi Stranimaier als „Gabi“ oder eine Vroni Rollett als „Agerl“ zur Verfügung hat. Auch Franz Fröhlich wurde sozusagen wiederbelebt. Er hatte bereits vor 27 Jahren in der ersten Inszenierung des „’s Nullerl“ als Jäger mitgewirkt. Neu dabei unsere „Jugend“: Viktoria Stelzl und Paul Loibner als die Kinder einer armen Einlegerin. Paul auch als Sänger und Harmonikaspieler. Auch Bürgermeister Seppi Steiner hatte lange nicht gespielt und war diesmal sogar in einer Doppelrolle, der des Gemeindedieners Schein und in der Rolle des reichen Jagdherren Kronwild zu sehen. Und Regisseur Alois Herzog spielte die gleiche Rolle wie vor 27 Jahren: die des hartherzigen Grundstücksbesitzers Quarzhirn.

2008 – In geheimer Mission
Nach fünf Jahren wieder mit dabei: Eva Stoisser, die für die Rolle der Debbie einfach die Idealbesetzung war. Und Erwin Stelzl wieder einmal in einer Frauenrolle war ein Hit.

2009 – Endlich Reich
An dieser Produktion wirkten durchwegs schon bewährte Darsteller der VTG-Bühne mit. Einzig neu war Andrea Rollett als Souffleuse, die ihre Sache ausgezeichnet machte.

2010 – Pension Schöller
Da wir dieses Stück bereits 1999 gespielt hatten, waren viele Darsteller des „alten Ensembles“ wieder mit dabei. In neuen Rollen: Doris Perscha als Sophie Malzpichler, Klaus Schantl als Bernhardi, der Löwenjäger, Christian Frießnegg als Herr Schöller, Vroni Rollett als Ulrike, Sepp Lorenz als der Kellner Josef, Judith Fenninger als Ida, Sigrid Stranimaier als Paula und Wilma Klimascek als Walli Staudinger

2011 – Die Kaktusblüte
Andrea Oprießnig glänzte in der Rolle der Ordinationshilfe Stefanie, ebenso Doris Perscha in der Rolle der Antonia. Neu im Ensemble der VTG-Bühne war Sabina Brence aus Deutschlandsberg als Madame Durant. Obwohl zum ersten Mal auf der Bühne, spielte sie ihre Rolle sehr überzeugend und mit großer Begeisterung.

2012 – Lügen haben junge Beine
Neu im Ensemble waren der erst 16-jährige Alexander Koch und die 22-jährige Lydia Zeiler, beide aus St. Martin i.S.. Christian Frießnegg spielte erstmals in einem Stück die Hauptrolle und machte seine Sache ausgezeichnet. Sabina Brence als Barbara Brown und Doris Perscha als Mary Brown, weiters Alois Herzog als der schrullige Stanley und Siegi Stranimaier als dessen nicht minder schrullige Dad vervollständigten das diesjährige Ensemble. Hinter der Bühne war erstmals Jaqueline Köhler für die Technik verantwortlich.

2013 – Der böse Geist Lumpazivagabundus
In der Hauptrolle des Zwirn wieder einmal mit dabei Hans Holzmann aus Eibiswald, Hauptschullehr und Leiter der Gesangsgruppe „Die Flors“, Klaus Schantl als Lumpazivagabundus und Susanne Stranimaier als Anastasia Palpitti bzw als Amorosa, die Liebesfee. Sepp Lorenz spielte den Wirt Strudl und Franz Fröhlich den Tischlermeister Hobelmann. Der sogenannten „Jugend“ gehörten an: Thomas Steinhauer, Andreas Strauß, Clemens und Elias Kiefer, Patrik Achatz, Stephanie Brence und Maria Loibner. Martina Brunner aus Deutschlandsberg konnte man in der Rolle des Malers und als Diener bewundern. Am Klavier erstmals Gerti Strametz aus Eibiswald.

2014 – Das perfekte Desaster Dinner
In den Hauptrollen Klaus Schantl, Alois Herzog und Doris Perscha. Erstmals dabei Magdalena Strametz aus Eibiswald als Susi und Maria Loibner aus Dietmannsdorf als Susanne. Beide jungen Damen machten ihre Sache ausgezeichnet.

2015 – Die Mausefalle
Neu im Ensemble der VTG-Bühne waren diesmal Sigi Galler aus Eibiswald bzw Graz in der Rolle des Giles und Kevin Loigge aus Wildon in der Rolle des Mr. Wren. Nach längerer Zeit wieder mit dabei Vroni Rollett als Mrs. Boyle. Sigi Stranimaier überzeugte als Major Metcalf.

2016 – Der Watzmann ruft
Markus Schmid als Gailtalerin
Die Tänzerinnen: Maria Loibner, Danielas Kleindienst, Judith Fenninger, Cindy Wunderlich.
Die Tänzer: Klemens Kiefer, Georg, Waltl, Mathias Waltl, Thomas Spath.
Die Life-Band: Johannes De Crinis (Gesang), Peter Weiß (Keyboard), Julia Teschinegg (Gitarre), Daniel Strohmaier(Harmonika, Gitarre, Tuba), Thomas Adam (Bass), Anja Asel (Schlagzeug)
Technik: Hannes Trummer

2017 – Floh im Ohr
Mit dabei waren Klaus Schantl in der großen Doppelrolle des Chandebise und Hausdiener Poche, Siegi Galler als Hotelchef Ferrallon, Christian Frießnegg als Arzt Dr. Finache und Sigi Stranimaer als der ständig betrunkene Baptistin!

2018 – Schöne Bescherung
Das erste Mal als Schauspielerinnen dabei waren Barbara Habenbacher und in einer kleinen Rolle Beate Loibner.